Geschenkte Gäule

3. Juni 2011

Ich telefoniere viel mit Einkaufsleitern von größeren Firmen und manchmal bieten mir diese ein persönlicheres Gespräch an, was meist bedeutet, dass es etwas gratis gibt. Natürlich wird so in aller Öffentlichkeit nicht darüber geredet, sondern hier und da mal etwas vergessen oder liegengelassen und auch zu einer Fortbildung auf den kanarischen Inseln bin ich schon eingeladen worden. (Ich habe aber abgesagt, weil mein 6 Jahre alter Sohn seinen Blinddarm operativ entfernen lassen musste.) manchmal vergessen sie einen wertvollen Füller oder lassen aus Versehen, die mitgebrachten Kekse liegen . Im Gossen und ganzen hält es sicher also in Grenzen.



Eine kleine Erholung

30. Mai 2011

Eine versteckte Tür führte zur Küche in der die Leitung alle möglichen Dinge für uns zur Verfügung stellte: Cola, Fanta, Sprite, Apfelschorle, Milch und natürlich Kaffee. Seit neuestem hatten wir eine Kaffeepadmaschine, die sehr leicht zu bedienen war.  Man nahm ein Pad aus der Dose legte es in die Halterung der Kaffeepadmaschine und drückte auf den Knopf für die gewünschte Stärke und Größe. Die Kaffeepadmaschine brummte und zischte und jedesmal wenn die Kaffeepadmaschine d as tat, freute ich mich schon auf den herrlichen Genuss. Ich ging extra 5 Minuten früher zur Arbeit damit ich vor der Kaffeepadmaschine stehen konnte und den vorzüglichen Duft der Röstung in mir aufsaugen konnte. Diese Kaffeepadmaschine machte den jeden Tag erträglicher, war wie ein Kurzurlaub auf Rügen, bevor die Glocke zum Appell ertönte und ich mich an den Schreibtisch setzte, um die ersten Anrufe entgegenzunehmen oder im Gegenzug selbst welche zu tätigen.

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24. Mai 2011

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Einer dieser Tage

24. Mai 2011

Heute ist schon wieder einer dieser verrückten Tage, an denen man sich wirklich fragt, warum man nicht einfach im Bett geblieben ist. Draußen regnet es in Strömen und ich war voll kommen durchnässt auf die Arbeit gekommen. Frau Zipf am Empfang schaut versteckt hinter Ihrer randlosen Brille hervor und schmunzelte als ich an ihr vorbeiging, ohne sie zu grüßen. Wir kennen uns schon fast 5 Jahre. Früher sind wir mal zusammen ausgegangen, mal ins Theater oder ins Kino, einfach nur so, weil wir uns gut verstanden und wir beide gerade keinen Partner hatten. Aber es hatte sich nichts ergeben. Ich grüßte freundlich jeden Mitarbeiter, ohne sie direkt sehen zu können, denn die einzelnen Arbeitsplätze waren mit hohen Wänden voneinander getrennt, so dass sie ein wenig mehr Privatsphäre gaben. Ich einer Agentur in der bis zu 25 Leute arbeiten ist Privatsphäre Mangelware, was mich ziemlich nervt. Sonst mache ich meinen Job gerne.


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